Wir sind offen: Unterrichtsbeispiele für mehr Vielfalt und Akzeptanz an deutschen Schulen

Mithilfe verschiedener Arbeitsmethoden wird Jugendlichen die Relevanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt näher gebracht.


Was ist ein Junge? Was ist ein Mädchen? Und woran erkenne ich den Unterschied? Auf den ersten Blick erscheinen diese Fragen leicht zu beantworten. Doch neben einer biologischen Erklärung sind die gesellschaftlichen Einflüsse und Prägungen wesentlich für ein Verständnis der Vielfalt von Geschlechtlichkeit. Mit dem Projekt “Wir sind offen” will Schule der Vielfalt Schüler:innen bei der Definition ihrer eigenen Identität unterstützen und Akzeptanz sowie Antidiskriminierung im Bildungsbereich fördern.

Im Rahmen des Projekts “Wir sind offen” bietet Schule der Vielfalt Schulen und Lehrkräften verschiedene Beispiele, um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt didaktisch fundiert zu thematisieren.

Die Unterrichtsbeispiele umfassen wichtige Bausteine, um Lehrkräften einen angemessenen Umgang mit den sensiblen Themen zu ermöglichen:

  • Grundlagen der Gender- und LSBTI*Q-Diversität
  • Grundlegende Prinzipien der Projekt- und Unterrichtsgestaltung
  • Konkret ausgearbeitete Unterrichtsbeispiele
  • Hilfreiche Materialien zur methodischen Umsetzung

In den den Unterrichts- und Projektbeispielen setzen sich die Schüler:innen mit unterschiedlichen Themenbereichen und Szenarien auseinander:

  • Umgang mit Vorurteilen
  • „Junge oder Mädchen??!“: Gender
  • Genderkonsequenzen
  • Regenbogenfamilien
  • Trans* / Transgeschlechtlichkeit
  • „Being Sasha“: Intergeschlechtlichkeit / Intersexualität
  • Intersektionalität: „Deniz“

Neben Hilfestellungen zur Vorbereitung, Umsetzung und Nachbereitung bietet Schule der Vielfalt zu allen Themenbereichen Einblicke in bisherige Erfahrungen aus der Praxis zur Schärfung der Sensibilität der Lehrkräfte.

Schule der Vielfalt

Schule der Vielfalt ist ein Programm und Schulnetzwerk, das sich für eine größere Akzeptanz gegenüber geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Bildungsbereich einsetzt. Organisiert ist Schule der Vielfalt in der AG „Bundesnetzwerk Schule der Vielfalt“, die sich am 17.05.2015 während der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Queere Bildung e.V. gegründet hat. Schule der Vielfalt hat das Ziel, Vorbehalte aufzugreifen, zu sensibilisieren und zu informieren. Vor allem will es deutlich machen, wie massiv Lesbisch- und Schwulsein von den Jugendlichen selbst an der Schule bereits thematisiert wird, häufig ohne jede pädagogische Intervention.